Grübeln über ...,  Kalenderblätter

Kalenderblatt – Februar 2020

Der Februar ist oft kalt und trüb, also genau richtig, um ein Wochenende durchzulesen.
Um sich tief in Geschichten zu vergraben, um mit Rittern gegen Drachen zu kämpfen, mit einem grummeligen Kommissar Fälle zu lösen, um mit einer verzweifelten Frau ein neues Leben zu beginnen, um große Abenteuer zu erleben, sich über eine kauzige Oma totzulachen oder in eine schnulzige Liebesgeschichte abzutauchen.

Schöne Momente im Februar

Sich einen Strauß Tulpen gönnen

Im Bücherladen stöbern und sich ein “echtes” Buch kaufen

An einem Wochenende das Buch auslesen

Ein ausgiebiges Wannenbad

Ende Februar bemerken, dass die Tage wieder länger werden

Ein Lesewochenende

Bücher sind für mich kleine Wunder. Manchmal begeistern mich der Schreibstil mehr als die Geschichte, dann kann ich ganz in Wörter abtauchen, dann bilden Sätze eine Sinfonie.
Manchmal ist aber auch die Einfachheit, in der unglaublich viel Wahrheit und Poesie steckt. Besonders Kinderbücher zeigen mir oft neue Wege, Dinge zu betrachten.
Bis heute lese ich gerne Kindergedichte, geh mit Pu in den Hundertmorgenwald und mit Frederick und Piggeldy auf einen Spaziergang.

Mittlerweile lese ich sehr viel auf meinem Tablet.
Doch so ein besonderes Wochenende sollte an einem Freitagabend in einem Bücherladen beginnen. Dafür nehme ich mir viel Zeit, schaue mir die Buchcover an, lese die Zusammenfassung, schlendere bei den Kochbüchern vorbei und hole mir Appetit. Dann nehme ich mir die Reisebücher vor und träume mich weg.
Irgendwann liegt das Buch fürs Wochenende in meinen Händen und bietet Verheißung auf eine andere Welt.

Diese betrete ich Samstags früh im Bett. Alles ist noch ganz ruhig, dass Morgenlicht projiziert einen kleinen silbernen Streifen an die Schlafzimmerwand.
Es ist kuschlig, heimelig – ein perfekter Morgen.
Ich öffne ganz achtsam das Buch zum ersten Mal und erlebe fast einen Nutellaglasmoment ( das Knarren beim ersten Öffnen eines neuen Nutellaglases ist für meine Familie ein Lieblingsgeräusch).
Damit ist der Fahrschein in die neue Welt gelöst. Wort für Wort, Satz für Satz arbeite ich mich vor.
Die Kapitel fliegen an mir vorbei, unterbrochen vom Aufstehen, Frühstücken, Abendbrot, Schlafen und am Sonntagabend beim letzten Satz tauche ich wieder auf.
Eine Reise ist beendet, ein Abenteuer erfolgreich überstanden, die Liebe fürs Leben gefunden. Ich habe neue Freunde gewonnen und leider auch wieder verabschiedet.

Ich reibe mir die Augen, strecke mich und komme langsam im hier an.
Mein Blick gleitet zum Fenster und dann überrascht zur Uhr. Es ist 17 Uhr und immer noch hell – die dunkle Jahreszeit ist überstanden.
Was für eine Freude! Nach dem Reisen meiner Gedanken in die Fantasiewelt meines Buches, will jetzt auch mein Körper ein wenig reisen und ich dreh noch ´ne Runde in der tiefstehenden Abendsonne.

…und hier noch das Kalenderblatt 2019 und übers Lesen habe ich hier bereits geschrieben und mir Eure Lesetipps geholt.

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