Kalenderblätter

Kalenderblatt Juni 2020

Ich bin ein Sommerkind.
Im Juni geboren liegen mir Sonne und Badeseen im Blut. Dieser Monat ist mein Monat.
Wenn der Frühling in den Sommer übergeht, liegt ein glückseliges Lächeln in meinem Gesicht.
Unsere Freizeit verbringen wir ab jetzt nur noch draußen. Es wird im Garten gebuddelt, gepflanzt und das Erste geerntet, draußen gegessen (vom Frühstück bis zum Abendbrot), in Seen gebadet, Rad gefahren, Abendspaziergänge durch den Wald gemacht und nur zum Schlafen das Haus betreten.
Freut Euch, wie wir, auf schöne Momente im Juni.

 

Schöne Momente im Juni

In einem See baden gehen

Ein Picknick machen

Den Grill anschmeißen

Einen Strauß am Wegesrand pflücken

…und auf jeden Fall Eis essen

 

Sommer heißt für mich, sich mitten im See auf dem Rücken treiben lassen. Von unten das kühle Wasser, dass mich trägt, über mir ein blauer Himmel mit Schäfchenwolken. Dabei wärmt die Sonne mein Gesicht. Das Wasser in meinen Ohren macht die Welt außen leise. Ich bin so ganz bei mir.
Ein kleiner ganz kostbarer Moment, dessen Erinnerung daran, mich auch an grauen, verregneten Tagen lächeln lässt.

Im Juni warte ich auf die ersten heißen Tage, an denen ich mich endlich treiben lassen kann. Meistens kommen die erst am Ende des Monats, davor kann es Mitte Juni oft nochmal kalt und nass werden. Doch das ist egal, denn ich weiß, der Sommer kommt.

Und wenn uns dann an einem Sonntag die Sonne weckt, ich um 8 Uhr bereits barfuß im Garten stehen kann, wir zum Frühstück schon den Sonnenschirm aufspannen müssen, dann wird die Badetasche gepackt. Für ein Picknick werden schnell noch ein paar Möhren geschält, Stullen geschmiert, Kekse eingepackt und dann geht es auf zum See.

Die Brandenburger Seen sind glasklar und an den Ufern stehen Bäume, deren Kronen sich weit über das Wasser wagen.
Das erste Mal ist immer ein kleines Wunder. Wir stehen am See und bewundert die Schönheit der Landschaft.

Der See liegt spiegelglatt vor uns. Es ist ganz ruhig. Libellen tanzen um uns herum. Wir liegen auf der Wiese, zählen Schäfchenwolken, dämmern vor uns hin, quatschen und lassen uns von der Sonne wärmen.

Irgendwann lockt das Wasser und dann geht es unter “Ui ist das kalt.” und “Brrr” endlich hinein. Die ersten Schwimmzüge sind noch hektisch kräftig und werden immer entspannter, umso mehr sich der Körper an die neue Temperatur gewöhnt. Zum Schluss lass ich mich treiben, träume von meinem nächsten Leben als Ente.
Da kann ich immer am und auf dem Wasser leben. Ich würde leise vor mich hin schnattern, mich von den Wellen schaukeln lassen und abends in meine Federn kuscheln.
Natürlich gäbe es in diesem Leben keine bösen Füchse, keine verdreckten Seen und Ufer, nur nette andere Enten und es wäre immer Sommer.

Ach, was freue ich mich schon auf diesen ersten richtigen Badetag im Jahr und auf schöne Momente im Juni.

PS: Im letzten Jahr sah das Kalenderblatt so aus “Kalenderblatt Juni 2019“.

 

 

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