
Jahresrückblick 2025
Die Sonne scheint golden in unser Büro und das heute – dem 24.12.2025. Ich habe sie schon eine Weile vermisst und irgendwie ist sie der Grund, warum ich mich doch noch an den PC setze und den Jahresrückblick schreibe. Sie lächelt ins Fenster und meint: „Komm Sylke, dass ist doch schon ein Ritual. Du musst nur anfangen, und dann kommt die Freude darüber schon von allein.“Na dann, probiere ich das mal aus und schreibe einfach los.
Kann ich diesem Jahr ein Gefühl zuordnen?
Vielleicht beschreibt es Nüchternheit ganz gut. Eine gewisse Form von Sachlichkeit ohne Überschwang. Und den Überschwang, die Leichtigkeit vermisse ich sehr. Die einfache Freude muss ich mir zurückholen, auch wenn meine Hormone im Moment dagegensteuern und mich zu einer gesetzten Frau machen wollen – so nicht meine Freunde, so nicht.
Dabei hatten ich/wir viele Momente im Überschwang in 2025. Wir waren auf ziemlich vielen Konzerten, haben laut mitgesungen und getanzt, in Hallen und draußen, im Sonnenschein und Regen, nur wir zwei oder mit Freunden oder unseren Kindern.
Da ist dann auch immer die Leichtigkeit dabei, manchmal kommt sie erst mittendrin dazu, manchmal ist sie als Vorfreude schon Wochen vorher immer mal wieder zu spüren.
Wir sind auch wieder viel gereist. Ganz am Anfang des Jahres waren wir wieder im Winter auf Sylt (ich kann Euch das so empfehlen) und im Herbst waren wir 3 Wochen in Südengland – ein Traum. Wenn mich vielleicht in 2026 die Schreiblust packt, werde ich Euch darüber einen Reisebericht verfassen.
Außerdem haben wir das Geschenk, dass Henrik uns letztes Jahr zu Weihnachten gemacht hat, ziemlich gut genutzt (eine VierTageWoche). So sind wir an einem der langen Wochenenden um die Müritz mit dem Rad gefahren, waren in Bad Saarow, mit viele Freunden campen und haben Berlin erkundet. Seit einem Jahr ist jeder freie Freitag ein Geschenk und unglaublich wertvoll.
Aber trotz all dieser herrlichen Augenblicke fehlt mir immer mal wieder die Leichtigkeit, mit der ich sonst durchs Leben gleite. Möglicherweise sind auch die Meldungen aus aller Welt mit daran Schuld, vielleicht lasse ich das alles zu sehr an mich ran und ja, ich bin kein kleines Mädchen mehr und bewerte Meldungen mittlerweile anders.
Alles in allem war 2025 ein gutes Jahr, in dem in meinem Inneren ein Wandel begann. Mal sehen, wo dieser mich in 2026 hinführt. Wer werde ich in einem Jahr sein?
Wir wären nicht wir, wenn wir uns nicht Freude ins Haus holen würden und wir haben mit etwas ganz simplen angefangen. Seit einem Monat steht ein Plattenspieler in unserem Wohnzimmer.
Ich fand so ein Ding ganz lange völligen Unsinn. Wer braucht in Zeiten von Streaminganbietern noch so ein Ding?
Aber soll ich Euch etwas sagen: „Er hat mir die Freude an Musik zurückgebracht.“ Ich höre mit ihm soviel intensiver wieder Musik und allein das Kaufen von Platten ist ein richtiges Erlebnis und eine bewußte Entscheidung. Kein Vorbeirauschen oder wegskippen, sondern wieder ein Einlassen und Zuhören – ein wirkliches Genießen und Freuen.
Letztens habe ich sogar eine alte Kinderhörspielplatte beim Putzen gehört: „Die Schatzinsel“ einschließlich sehr viel Geknister und Hängenbleiber und einem riesigen Lächeln im Gesicht.
Mit diesem riesigen Lächeln wünsche ich Euch heute einen fröhlichen und bunten Heiligen Abend mit Geschenken ein- und wieder auspacken, mit Lachen und Umarmungen und mit Leichtigkeit. Macht Euch gute Tage zwischen den Jahren und dann rutschen wir alle in ein „goldenes“ 2026.
Lied zum Text „Golden“ von Harry Styles, von dem ich auch eine Platte habe und mit ihm ganz unbeschwert durch unsere Wohnung tanze.
Jahresrückblicke gibt es seit 2017 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023 und 2024 und ihr könnt die alle hier lesen.

Jahresrückblick 2024
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